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Warum ich mich für teurere Mode entscheide:

 

Als Kind, ist Kleidung für mich etwas ganz Besonderes gewesen. Wir lebten auf dem Land, hatten zunächst wenig Geld, sodass ich dazu verdonnert wurde die Sachen meiner Schwester aufzutragen. Doch 2-mal im Jahr ging es in die Stadt. Meine Mutter ist die Ästhetin, zu haben für alles Schöne, weibliche, meinem Vater war Qualität immer viel wichtiger. Vor allem bei einem “Rumpelpumpel” wie ich einer war. Die Sachen sollten halten. Schon als Kind griff ich, ohne den Preis zu kennen oft zum teuersten Teil im Laden. Qualität fühlte sich einfach schöner an, sah schöner aus. Zum Glück konnte mein Vater meinem Strahlen doch nicht immer widerstehen. Zu Hause angekommen hängte ich meine wunderschönen neuen Sachen außen an den Schrank, um sie gleich beim Aufwachen im Blick zu haben. Kennt ihr das, wenn ihr morgens aufwacht mit so einer unbestimmten Freude?

Geblieben ist meine Vorliebe für Qualität und Ästhetik, die ich heute viel besser begründen kann als zu Kinderzeiten.

Grund 1: Qualität statt Masse

Heute seien wir ehrlich, sind unsere Schränke rappelvoll. Niemand von uns braucht etwas, wir kaufen aus Freude, zur Belohnung, aus Frust – meistens von allem zu viel. Beim Kauf fällt die Wahl oft auf günstige Teilchen, die kaum 5 Wäschen überstehen und schon bald in der Mülltonne landen. Nicht sehr nachhaltig!  Hier im schwäbischen sagt man, billig kann ich mir nicht leisten, denn wer billig kauft, kauft zweimal. Und ihr wisst ja, die Schwaben verstehen was vom Sparen 😉. Doch was macht Qualität aus?

Echte Qualitätsprodukte zeichnen sich gegenüber billiger Massenware durch eine höhere Fertigungsqualität, Materialqualität und damit längere Lebensdauer aus.

Bei T-Shirts heißt das z.B.:

  • die Fadenstärke ist höher,
  • die Materialzusammensetzung hochwertiger,
  • die Stoffe werden beim Zuschnitt gewendet, damit sie sich beim Waschen nicht verziehen.

Eine Jeans zeichnet sich aus durch:

  • doppelte Nähte
  • Formstabilität,
  • die Art der Waschung
  • die Handarbeit für den Used-Look

Ich war eingeladen in ein Werk der Firma Joker Jeans und habe dort erfahren, was viele Hersteller durch Chlorbleiche mit der Umwelt anstellen – und wie es bei Joker Jeans richtig und nachhaltig geht. Das hat mein Blick für Qualität nochmal erweitert. Klar, das kostet Geld, doch eine Jeans habe ich über Jahre im Schrank, wenn ich meine Figur halte. (Dafür sorgt ja Kerstin Eickes unsere Expertin für Ernährung 😉).

 

Grund 2: Kosten Nutzen abwägen

Ein teureres Kleidungsstück hält meist viele Jahre und überlebt meine oft rüden Waschgänge länger als ein günstigeres. Ich wasche und bügle nicht gern, daher müssen die Teile nicht nur schön, sondern vor allem auch pflegeleicht sein. Das bieten mir  z.B. die Blusen von Marc Cain, die wasche ich kurz durch und hänge sie über einen Bügel. Fertig! Kein bügeln nötig und koffertauglich – für Dienst- und Urlaubsreisen also perfekt.  Zeit ist Geld und bügeln, wie schon erwähnt, nicht meine Leidenschaft. Bleibe ich beim Kauf innerhalb einer Marke, fällt auf, dass die Farben über die Jahre alle fein aufeinander abgestimmt sind. So kann ich meine Lieblingsteile immer wieder mit einzelnen, modischen Kollektionsteilen auffrischen. Nach einiger Zeit macht sich das bezahlt, denn es entstehen viele Kombinationsmöglichkeiten bei einem moderates Budgeteinsatz.

Das heißt: Um Geld in ein teureres Kleidungsstück zu investieren, ist Langlebigkeit in Bezug auf Qualität und Kombinierbarkeit entscheidend. Wie bei allen Anschaffungen (und dazu gehört Garderobe für mich) stelle ich Kosten und tatsächlichen Nutzen gegenüber.

 

Grund 3: Lebensdauer

Auf Haltbarkeit und Qualität solltest du bei allen Anschaffungen achten, egal ob bei Pullovern, Blazern oder Wäsche. Vor jedem Kauf sehe ich mir die Materialangaben an. Wie trägt es sich, kratzt ein Pullover, kann ich eine helle Hose oder einen Pullover waschen? Teurere Ware aus hochwertigen Materialien begleitet dich meist länger als billige Massenprodukte. Was nützt die schickste Hose, wenn sie zu nichts passt, nach dem Waschen ausleiert oder ihre Farbe verliert? Wenn Mode schlicht und zeitlos ist, lohnt es sich, ein bisschen mehr zu investieren. Super modische Ergänzungsteile kaufe ich schon mal günstiger oder im Sale. Nach einer Saison versauern sie meist im Schrank. Beim Sale hochwertiger Mode kommt es für mich darauf an, ob das Teil schon länger auf meiner Wunschliste stand, es kombinierbar ist oder es mich nur wegen des Preises anlockt. Die entscheidende Frage, die ich mir Stelle ist: Hätte ich es auch zum regulären Preis gekauft? Wenn ein ehrliches Ja kommt, freue ich mich und kaufe das Schnäppchen.

 

Grund 4: Slow Fashion statt Müllcontainer füllen

Viele günstige Klamotten sind schon nach einem halben Jahr kaputt oder aus der Form und wandern in die Mülltonne. Für Kleidungsstücke, die nicht so schnell aus der Mode kommen, lohnt sich immer der Griff nach hochwertiger Ware. Bei Kleidung macht es auch Sinn, auf Traumstücke zu sparen, wenn man sie gut kombinieren kann und sehr oft trägt. Einen teuren Blazer, der auch über die Jahre nicht aus der Mode kommt und hochwertig verarbeitet ist, kaufe ich ohne schlechtes Gewissen. Gütesiegel wie Fair Trade, vegane oder Bio-Label mit natürlichen Materialien wie Baumwolle oder Leinen helfen bei der Entscheidung.  Ich schaue schon genauer hin, wo die Teile gefertigt werden und fördere lieber Arbeitsplätze in der EU durch meinen Kauf. Mehr ist nicht mehr – immer häufiger findest du Vorschläge für sogenannte Capsule Collectionen. Mit rund 20 Basisteilen pro Saison kann ich mich wertig, gut und variantenreich kleiden. Der Kleiderschrank müllt nicht voll und es gibt weniger Schrankleichen zu betrauern. Du möchtest mehr darüber wissen? Die Stilberaterin Walburga Sünnen von der “Schönen Heldin” macht immer wieder Videos auf Facebook dazu.

https://www.facebook.com/schoeneheldin

Massenware aus Fast Fashion ist also nicht nur schlecht für die Umwelt, sie hält auch oft dem alltäglichen Gebrauch nicht stand und beglückt uns, wenn überhaupt, nur kurze Zeit.

Hier meine Tipps:

  • Plane ein Budget und investiere in Kleidung, die du lange tragen wirst
  • Finde raus, welche Marken dir passen und baue dir Stück für Stück eine hochwertige Garderobe auf
  • Investiere Geld in zeitlose, einfarbige Kleidungsstücke,
  • sehr modischen Teile, die schnell aus der Mode kommen, dürfen günstiger sein
  • Gehe pflegsam mit deinen Sachen um und wasche teure Lieblingsstücke besser schonend von Hand

Wie du deine Kleidung perfekt im Schrank organisierst, lernst du hier:

 

Grund 5: Du musst teure Ware nicht gleich entsorgen

Du hast an deinem Kaschmirpullover ein Löchlein entdeckt, der Reißverschluss deiner Lieblingsjeans klemmt? Irgendwann passiert das schon mal, auch bei Kleidung, für die du viel Geld ausgegeben hast. Kein Grund das Teil fluchend wegzuwerfen. Gerade bei einer Anzughose oder einen Blazer, passend zu deinem Kostümrock, lohnt es sich in deiner Reinigung anzufragen. Hier bekommst du für wenig Geld professionelle Hilfe. Sie sind oft vernetzt mit einer Schneiderei, die nicht nur Kleidung kürzen und anpassen, sondern auch Reißverschlüsse tauschen, Säume herauslassen oder Kunststopfen kann. Mit etwas Glück „leben“ deine Lieblingsstücke dadurch länger.

 

Fazit: Mein Papa hatte recht, wenn er sagte: Qualität vor Quantität. Seien wir ehrlich, eigentlich sagte er:”Es war schon immer etwas teurer mit meiner Jüngsten einkaufen zu gehen.” 😉